Eine verlässliche Projektsteuerung erfordert mehr als nur eine saubere Kalkulation. Entscheidend für das Überleben eines Planungsbüros ist die Frage: Wann wird welche Leistung abgerechnet – und wie entwickelt sich daraus die Liquidität? Wer hier auf isolierte Excel-Listen setzt, verliert bei der ersten Projektverzögerung den Überblick. Eine integrierte Out-of-the-Box-Lösung zeigt, wie es besser geht.
Das Ende starrer Budgetpläne: Steuerung nach Baufortschritt
Die Prognoseplanung in visuplus® unterstützt Ingenieur- und Architekturbüros dabei, den Abrechnungsverlauf strukturiert und vor allem dynamisch zu planen. Dabei verfolgt die Software einen bewusst anderen Ansatz als klassische, manuelle Budgetplanungen: Es wird nicht mit statischen Eurobeträgen gearbeitet, sondern mit dem kumulierten Abrechnungsfortschritt.
Statt Daten in externen Tools zu pflegen, ist die Prognoseplanung direkt dort integriert, wo sie hingehört: im Projekt selbst. Sobald das Projekt angelegt und das Honorar (z.B. nach HOAI) erfasst ist, kann die Planung auf Knopfdruck in den Belegpositionen gestartet werden.
Die Grundidee: Warum Prozentwerte intelligenter sind
In der visuplus®-Prognoseplanung geben Projektleiter keine absoluten Geldbeträge ein. Stattdessen arbeiten sie mit Prozentwerten (alternativ auch mit Mengen). Der zentrale Grundsatz dabei lautet: Es wird immer kumuliert geplant.
Es geht also nicht um eine isolierte monatliche Veränderung („diesen Monat schaffen wir +10 %“), sondern um den Gesamtstand des Projekts zu einem bestimmten Zeitpunkt:
- März: 50 % Leistungsstand erreicht
- April: 100 % (Position vollständig abgeschlossen)
Der gigantische Vorteil gegenüber Excel: Diese prozentuale Planung bleibt absolut stabil, auch wenn sich das Projektvolumen ändert. Steigt das Honorar eines Projekts durch einen Nachtrag oder eine Bausummenanpassung beispielsweise auf 420.000 €, passt visuplus® die Liquiditätsprognose automatisch an. Die zeitliche Verteilung (die Prozentwerte) bleibt bestehen, die dahinterliegenden Euro-Werte für Ihren Forecast werden sofort neu berechnet. Manuelle Korrekturen? Überflüssig.
Volle Flexibilität für die Realität am Bau
Kein Projekt läuft exakt nach Schema F. Standardmäßig wird oft eine Planung über 12 Monate vorgeschlagen, diese lässt sich jedoch völlig frei anpassen – von 6 Monaten bis hin zu mehrjährigen Großprojekten. Auch die Planungsintervalle (monatlich, quartalsweise) sind flexibel.
Komfortfunktionen statt Copy-Paste
Damit die Planung auch bei komplexen LVs mit vielen Positionen effizient bleibt, bietet das System smarte Werkzeuge:
- Gleichmäßige Verteilung: Positionen können automatisch über die Projektlaufzeit verteilt werden.
- Verteilungen vererben: Hat eine Position dieselbe zeitliche Verteilung wie eine andere, lässt sich die Prozentlogik mit einem Klick übertragen.
- Fokus-Ansicht: Blenden Sie Mengen und Einzelpreise einfach aus, um eine aufgeräumte, tabellarische Ansicht rein für die Prozentpflege zu erhalten.
Projektunterbrechungen: Der Stresstest für jede Planung
Gerade bei Bauprojekten kommt es oft zu Verzögerungen (z.B. Baustopps oder fehlende Genehmigungen). Wer schon einmal versucht hat, eine Projektunterbrechung in einer verknüpften Jahres-Excel-Tabelle abzubilden, kennt den Schmerz.
In visuplus® definieren Sie einfach eine Projektunterbrechung (z. B. „Ab Juni für zwei Monate“). Das System überspringt diese Monate automatisch und schiebt die gesamte restliche Planung (wahlweise für einzelne Positionen oder das Gesamtprojekt) stressfrei nach hinten. Der Forecast stimmt sofort wieder.

Mut zur Lücke: Unvollständige Prognosen sind erlaubt
In der Praxis lässt sich ein Projektverlauf selten am ersten Tag zu 100 % vorhersagen. visuplus® zwingt Sie nicht in ein starres Korsett: Unvollständige Prognoseplanungen sind ausdrücklich erlaubt.
Die Software unterstützt Sie dabei intelligent: Nicht prognostizierte Restwerte können vom System automatisch dem Liefertermin (Soll) zugeordnet werden. Über spezielle Auswertungen sehen Projektleiter zudem sofort, welche Positionen noch nicht vollständig durchgeplant sind.
Von der Planung direkt in die Rechnung (Single Source of Truth)
Die Prognoseplanung ist in visuplus® keine isolierte Spielerei, sondern direkt mit der Rechnungsstellung verzahnt. Projektleiter können Prognosewerte per Knopfdruck als aktuelle Abrechnungswerte übernehmen.
Beim Erstellen einer neuen Rechnung ermittelt das System automatisch, welche Positionen laut Planung jetzt fällig sind, schlägt diese vor und blendet nicht relevante Positionen aus. Das spart enorm viel Zeit in der Administration.
Die intelligente Rückkopplung
Was passiert, wenn die Realität die Planung überholt? Wenn statt der geplanten 60 % plötzlich schon 80 % abgerechnet werden können, greift die Automatik: Nach der Rechnungsfreigabe erhöht visuplus® den Prognosewert in der Planung automatisch. Der Forecast bleibt somit immer realitätsnah und konsistent.
Das Ziel: Eine verlässliche Liquiditätsvorschau
Alle Daten fließen am Ende in das zentrale Reporting. Neben der Gegenüberstellung von abgerechneten Werten und dem noch offenen „Rest“-Projektwert, liefert das System die entscheidenden Daten für die Liquiditätsvorschau.
Dabei rechnet visuplus® nicht nur mit den reinen Rechnungssummen, sondern bezieht das vereinbarte Zahlungsziel und das historische Zahlungsverhalten des Kunden mit ein. Das Ergebnis ist eine hochpräzise Vorhersage, wann das Geld tatsächlich auf dem Konto des Ingenieurbüros eingeht – und das alles „Out of the Box“, ohne externe BI-Tools anbinden zu müssen (auch wenn die Daten für Power BI natürlich via SQL bereitstehen).
💡 Fazit für die Praxis
Mit der integrierten Prognoseplanung verbindet visuplus® Projektsteuerung, Abrechnung und Liquiditätsplanung in einem durchgängigen System. Verabschieden Sie sich von fehleranfälligen Insellösungen und ungenauen Schätzungen. Schaffen Sie stattdessen eine transparente, automatisierte Grundlage für fundierte wirtschaftliche Entscheidungen.




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