Die IT-Landschaft in deutschen Ingenieurbüros steht vor einem gewaltigen Umbruch. Lange Zeit galt „Alles in die Cloud“ als das unvermeidbare Mantra der Digitalisierung. Doch aktuelle Zahlen zeichnen ein differenzierteres Bild. Die neue Lünendonk-Studie 2025 belegt, was viele Geschäftsführer mittelständischer Planungsbüros bereits ahnten: Die totale Abhängigkeit von der Public Cloud ist nicht die Lösung.
Der Trend geht massiv zu hybriden Strategien – und das aus gutem Grund: Datenhoheit ist die Währung der Zukunft.
Das Ende der Legacy-Systeme – aber wohin geht die Reise?
Der Handlungsdruck ist real: Laut der aktuellen Studie bewerten 62 % der Unternehmen ihre bestehenden IT-Systeme als veraltet. Schlimmer noch: Bei jedem zweiten Unternehmen ist der Betrieb dieser Altsysteme mittelfristig nicht mehr gesichert.
Für Ingenieurbüros ist das ein Alarmsignal. Veraltete Software bremst nicht nur BIM-Prozesse und die Projektsteuerung, sie wird zum echten Sicherheitsrisiko. Doch der reflexartige Wechsel in reine Public-Cloud-Abomodelle entpuppt sich oft als Sackgasse. Wer seine sensiblen Projektdaten vollständig an externe Hyperscaler übergibt, tauscht technische Schulden gegen strategische Abhängigkeit („Vendor Lock-in“).
Hybrid ist das neue Normal: Die Renaissance des eigenen Servers
Die Studie liefert hierzu eine überraschende Zahl:
„Nur etwa 25 % der Firmen verfolgen eine reine Public-Cloud-Strategie, während 72 % auf On-Premises- oder Private-Cloud-Lösungen setzen.“
(Lünendonk-Studie 2025)
Was bedeutet das für Ihr Büro? Es setzt sich die Erkenntnis durch, dass nicht jede Anwendung in die öffentliche Cloud gehört. Eine intelligente Hybrid-Strategie trennt die Spreu vom Weizen:
- Kommunikation & Tools: E-Mail oder Teams-Calls laufen über die Public Cloud.
- Das Herzstück (ERP & Projektdaten): Hier verlangen Ingenieure zurecht maximale Kontrolle. Diese Daten bleiben On-Premises (auf dem eigenen Server) oder in einer kontrollierten Private Cloud.
Warum Datenhoheit für Ingenieure unverhandelbar ist
Gerade bei kritischer Infrastruktur-Planung und sensiblen Bauherren-Daten ist die physische Kontrolle über die Daten mehr als nur ein Gefühl – sie ist oft vertraglich geboten.
Genau hier positionieren sich moderne ERP-Lösungen wie visuplus®. Im Gegensatz zu reinen SaaS-Anbietern, bei denen Sie Ihre Daten nur „mieten“, verfolgen wir den Ansatz der absoluten Datenhoheit:
- On-Premises als Standard: Ihre Daten liegen dort, wo sie hingehören – auf Ihrer Infrastruktur. Sie bestimmen, wer Zugriff hat, nicht der Cloud-Provider.
- Unabhängigkeit durch Open Source: Anstatt Sie in teure Lizenzmodelle für Datenbanken (wie Oracle oder MS SQL) zu zwingen, nutzen Systeme wie visuplus® die leistungsstarke, lizenzfreie Firebird-Datenbank. Das spart massive laufende Kosten.
- Keine Sackgassen (ODBC): Eine echte Datenhoheit bedeutet auch, dass Sie jederzeit an Ihre Rohdaten kommen. Über offene Schnittstellen können Sie BI-Tools anbinden, ohne beim Hersteller um Erlaubnis fragen zu müssen.
KI als Werkzeug, nicht als Selbstzweck
Auch beim Thema Künstliche Intelligenz zeigt die Studie klare Pragmatik: 73 % der Unternehmen nutzen KI bereits zur Analyse von Altsystemen und für Datenmigrationen.
Für Ingenieurbüros heißt das: Der Umstieg von einem veralteten System auf eine moderne On-Premises-Lösung wie visuplus® ist heute risikoärmer und schneller machbar als noch vor fünf Jahren.
Fazit: Investieren Sie in Ihre Unabhängigkeit
Die Lünendonk-Studie bestätigt: „Die Zukunft gehört hybriden IT-Modellen.“
Für Ihr Ingenieurbüro bedeutet das, die Flexibilität moderner Software zu nutzen, ohne die Kontrolle über das eigene „Gold“ – die Projektdaten – abzugeben.
Unser Experten-Tipp für Ihre Software-Evaluation:
Lassen Sie sich nicht von Cloud-Versprechen blenden. Stellen Sie jedem ERP-Anbieter vor der Unterschrift diese drei Fragen zur „Exit-Strategie“:
- Datenzugriff: Habe ich vollen Zugriff auf die Datenbank (z.B. via ODBC), um meine Daten jederzeit selbst zu exportieren?
- Wahlfreiheit: Kann ich die Software auch lokal auf meinem eigenen Server betreiben, wenn ich das möchte?
- Kostenfalle: Bin ich abhängig von steigenden Datenbank-Lizenzen Dritter oder nutzt das System offene Standards?
Nur wer hier mit „Ja“ antwortet, sichert Ihrem Büro langfristig die unternehmerische Freiheit.
📚 Quellen & Weiterführende Informationen
Dieser Artikel basiert auf aktuellen Marktdaten und Analysen zur IT-Struktur im deutschen Mittelstand.
- Hauptquelle: Lünendonk & Hossenfelder GmbH (2025): „IT-Modernisierung zwischen Legacy, Cloud und KI – Status quo und Ziele im gehobenen Mittelstand“.




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